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Der richtige Golfball - keine leichte Wahl

23.09.2020 11:33

Mit einem ausladenden Schwung trifft Ihr Schläger auf den Golfball und der Ball fliegt in einem langen Bogen genau in die Richtung, in die Sie schlagen wollten. Der Ball kommt auf dem Grün auf und kullert nur ein paar Meter weiter Richtung Loch. Was für ein Ball! Der Golfball ist zwar das kleinste Teil der Ausrüstung, aber im Endeffekt auch der Part, auf den es wirklich ankommt. Denn der Golfball will in das Loch geschlagen werden und unterschiedliche Eigenschaften der Golfbälle bestimmen Flugbahn, Spin und Weite. Viele Golfer sind sich dessen nicht bewusst und wählen beim Golfball Kaufen einfach irgendeinen aus. Was es aber für Unterschiede zwischen den einzelnen Golfbällen gibt, das erklären wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Welche Unterschiede gibt es bei Golfbällen?

Sind nicht alle Golfbälle gleich, werden Sie sich jetzt fragen. Die Antwort ist Nein, es gibt viele verschiedene Arten von Golfbällen, angefangen beim Golfball Durchmesser, Gewicht, unterschiedlichen Arten des Aufbaus, über diverse Spins, Härtegrade, Dimples-Unterschiede und weitere Kriterien. Da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Deswegen fangen wir mal ganz von vorne an. Ursprünglich waren Golfbälle aus Holz und hatten eine glatte Oberfläche. Erst im Laufe der Zeit wurden die Dimples, die kleinen Einkerbungen auf dem Ball, und unterschiedliche Materialien und Herstellungsweisen eingeführt. Trotz aller Unterschiede dürfen Golfbälle, laut den offiziellen Golfregeln, nicht kleiner sein als 42,672 mm (1,68 Zoll) und das Golfball-Gewicht darf 45,926 g (1,62 Unzen) nicht überschreiten.

Ein Golfschläger hinter einem Golfball.
Quelle: Shutterstock/Mikael Damkier

Die Entstehung der Golfball Einkerbungen & Golfbälle mit Honig

Die Dimples, also die kleinen Golfball-Einkerbungen entwickelten sich, als die Golfer bemerkten, dass die Golfbälle mit Dellen und Furchen, die durch das Spielen gekommen waren, weiter und präziser flogen. Je nach Hersteller haben heutige Golfbälle zwischen 300 und 450 sogenannter Dellen. Dabei unterscheiden sich die Formen, Größen und die Anordnung der Dimples auf den Bällen und verändern dadurch auch die Flugeigenschaften der Bälle. Nach den Holzbällen experimentierten die Golfer im vorletzten Jahrhundert auch mit Lederbällen, die mit Federn gefüllt waren und Bällen aus kautschukähnlichem Material. Immer mehr Golfbälle und Entwickler traten auf den Markt und auch ein Golfball, der mit Honig gefüllt war, erlebte eine kurzzeitige Beliebtheit.

Einer der wichtigsten Unterschiede: der Golfball-Aufbau

Heutige Golfbälle unterscheiden sich vor allem im Aufbau, auch wenn kein Honig mehr im Kern vorkommt, gibt es verschiedene Arten der inneren Konstruktion. Die Golfbälle bestehen aus unterschiedlichen Schichten in verschiedenen Anzahlen.

Verschiedene Arten des Golfball-Aufbaus auf einen Blick:

  • 1-Piece-Golfball
  • 2-Piece-Golfball
  • 3-Piece-Golfball
  • 4-Piece-Golfball

Ein 1-Piece-Golfball besteht aus einem Stück Kunststoff. Er wird hauptsächlich nur bei Anfängern und auf der Driving-Range eingesetzt, da er sich nicht weit schlagen lässt. Er eignet sich ideal als Übungsball. Der 2-Piece-Golfball besteht aus einem festen Kern, aus Kunstharz und einer robusten, dicken Kunststoffschale. Vergleichsweise günstig, leicht zu spielen und mit langer Haltbarkeit, nutzen ihn vor allem Freizeit-Golfer. Sie schlagen damit weiter als mit den 1-Piece-Golfbällen. Noch eine Schicht mehr haben die 3-Piece-Golfbälle. Ein Dualkern aus zwei verschiedenen Kunstharzen wird umhüllt von einer robusten Kunststoffschale oder zwischen Kern und Schale befindet sich eine Pufferschicht aus Hartgummi. Diese Bälle richten sich an fortgeschrittenere Spieler mit niedrigem bis mittlerem Handicap. Sie nehmen mehr Spin an, sodass Sie mehr Kontrolle über den Ballflug erlangen. Die Profi-Golfbälle haben dann vier oder mehr Schichten. Sie sind hochpreisig und erzielen maximale Weiten und einen guten Spin.

Welche Rolle spielt der Härtegrad?

Einen weiteren Unterschied gibt es im Golfball Härtegrad. Harte Golfbälle fliegen weiter, da sie beim Abschlag mehr Explosivität erzeugen. Jedoch geht auch das Gefühl für den Ball verloren. Harte Bälle sind also etwas für hohe Handicaps. Die mittelweichen bis harten Golfbälle bieten eine gute Mischung aus hoher Weite und Gefühl für den Ball. Sie gehören zu den beliebtesten Golfbällen auf dem Markt. Weiche Golfbälle hingegen sind bei den Golf-Pros und niedrigen Handicaps besonders beliebt. Mit ihnen lässt sich am besten Spin ins Spiel bringen, wobei sie aber nicht so hohe Weiten erzielen. Auch nutzen sich die weichen Golfbälle schnell ab. Manche Pros nutzen bei jedem Loch einen neuen Ball, während Amateure schon mehrere Turniere und Runden mit ein und demselben Ball gespielt haben.

Mehrere Golfbälle in unterschiedlichen Farben auf Tees.
Quelle: Shutterstock/PanyaStudio

Die Qual der Wahl: Welchen Golfball Sie nehmen sollten

Sie sollten also den Golfball nicht danach auswählen, wie weit Sie schlagen wollen, sondern nach Ihrem Golf-Level und Handicap.

Handicap 21 und höher

  • harte & fehlerverzeihende Golfbälle

Handicap 9-20

  • Allround-Bälle für Gefühl & Länge

Handicap 9-15

  • Bälle mit Toureneigenschaften

Handicap 8 & niedriger

  • Tourbälle

Wenn Ihre Schwunggeschwindigkeit recht hoch ist, dann wählen Sie weichere Bälle aus, die mehr Spin erzeugen können. Wenn es Ihnen ausschließlich um Weiten geht und nicht um Präzision, wählen Sie härtere Bälle. Am besten fahren Sie mit den Allroundern, die in der Abschlagssituation, als auch am Grün eine gute Figur machen. Einen Golfball-Test können Sie selbst ausführen, indem Sie sich verschiedene Golfbälle unterschiedlicher Hersteller zulegen und auf dem Golfplatz einfach alle durchtesten. Bei welchem haben Sie das beste Kontrollgefühl? Welcher fliegt bei Ihnen am weitesten? Probieren Sie sich durch die verschiedenen Arten und Marken an Golfbällen aus, bis Sie den für sich passenden Golfball gefunden haben. Oder Sie gehen zu einem Golfball-Fitting eines Herstellers oder Golfshops.

Keine Verwechslungen mehr auf Grün & im Rough, wenn Sie den Golfball personalisieren

Um bei der Golfpartie Ihren Golfball wiederzufinden und Verwechslungen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Golfbälle vor jedem Spiel markieren. Entweder lassen Sie sich Ihre Golfbälle beim Kauf vom Hersteller gleich mit einem Kürzel oder einem Logo bedrucken oder Sie nutzen einen Golfballstempel. Durch die Markierung mit Ihren Initialen, Namen oder einem individuellen Zeichen können Sie sicher sein, dass Sie jeden Ball, den Sie schlagen, auch wiederfinden. Außer er landet im Wasser. Doch auch für diese verloren gegangenen Golfbälle gibt es eine Verwendung. Manche Unternehmen tauchen und fischen nach den Bällen im Wasser und verkaufen sie günstig als sogenannte „Lakeballs“. Für Amateure und Einsteiger eine günstige Alternative zu hochpreisigen Golfbällen.

Wer es noch individueller mag, kann auch Golfbälle in Pink, Gelb oder anderen leuchtenden Farben kaufen. Gerade im Winter ist es klug, vom allgegenwärtigen Weiß der Golfbälle abzuweichen und einen Ball zu wählen, der nicht im Schnee optisch untergeht. Die farbigen Golfbälle erfüllen dieselben Anforderungen, wie ihre weißen Geschwister. Sie sollten sich jedoch vorab informieren, ob die lokalen Golfplatzregeln die bunten Bälle zulassen.

Fazit: Harte Golfbälle fliegen weiter, sind aber schwerer zu kontrollieren

Gut zu wissen: Es hat sich in der Golf-Etikette eingebürgert, vor dem ersten Abschlag die Marke und den Typ des Balles laut anzusagen. Das dient wiederum der eindeutigen Identifizierung des eigenen Balls. Die Nummern auf den Golfbällen erfüllen denselben Zweck. Für welchen Golfball Sie sich letztendlich entscheiden, liegt also an der eigenen Golf-Erfahrung und Ihrem Handicap. Härtere Golfbälle versprechen einen weiteren Ballflug, weichere Golfbälle eignen sich besser für das Spiel rund ums Grün. Je softer der Ball, desto eher können Sie Spin und Flugbahn beeinflussen, je härter, desto weniger ist das möglich. Dass die Wahl des Golfballs spielentscheidend sein kann, hat vor allem in der Pro-Liga Relevanz. So erinnern sich viele Golffans an das Jahr 2004, als Vijay Singh mit einem Golfball von Titleist Tiger Woods, der mit einem Nike Golfball spielte, in den Schatten stellte.


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